Direct-to-Consumer, Podcasts und LiveShopping – Influencer Marketing im April 2021

Frau mit Kreditkarte

Inhaltsübersicht:

  1. Die Direct-to-Customer Branche boomt
  2. Podcast-Anzeigen richtig nutzen
  3. Funktionen beim Instagram-Shopping
  4. Influencer-Marketing auf TikTok
  5. Aktuelle Trends im Influencer-Marketing

Liebe Leserinnen und Leser,

der Trend zum Online-Handel reißt nicht ab. Nahezu 75% der VerbraucherInnen in Deutschland geben an, mindestens einmal im Monat online einzukaufen. Darunter fällt vor allem die Altersgruppe 30-49 Jahre ins Gewicht, was darauf schließen lässt, dass besonders Familien mit Kindern zum Online-Kauf tendieren. Zudem geben 10% der VerbraucherInnen in einer Umfrage des Marktforschungsinstituts „Nordlight Research“ an, bestimmte Produkte ganz bewusst online zu kaufen, obwohl es dafür stationäre Alternativen gibt.

 

Entwicklung Online-Shopping

Quelle: https://www.markenartikel-magazin.de/_rubric/detail.php?nr=33970&rubric=handel-e-commerce

 

In dieser Ausgabe unseres Newsletters haben wir Ihnen die neusten Trends im Bereich Online- und Influencer-Marketing zusammen gefasst und zeigen, wie Sie diese für sich nutzen können.

1. Die Direct-to-Consumer Branche boomt

Unter dem Begriff Direct-to-Customer (D2C) oder Direktvertrieb versteht man, dass Produkte direkt vom Hersteller an den Verbraucher verkauft werden. Ein wichtiger Vorteil der daraus resultiert ist, dass Zwischenhändler in der Wertschöpfungskette außen vor gelassen werden. Für das Unternehmen selbst entsteht daraus primär ein ökonomischer Nutzen. Kein Wunder also, dass D2C zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Vor allem in der Textil- und Lebensmittelindustrie boomt der Direktvertrieb. KonsumentInnen bevorzugen den Kauf über D2C Unternehmen, da Sie dadurch eine Gewissheit über die Echtheit und Qualität des Produkts erhalten. Außerdem ist die Beratungs- und Servicequalität in diesen Unternehmen um ein Vielfaches höher als über einen Händler.

2. Podcast-Anzeigen richtig nutzen

Der Podcast gewinnt immer mehr an Bedeutung. So hören derzeit knapp 30 Prozent der deutschen Bevölkerung regelmäßig Podcasts – Tendenz steigend. Von Prominenten die aus Ihrem Leben erzählen, bis hin zu B2B Podcasts, die aktuelle Informationen zu gewissen Themen behandeln, ist bereits alles vertreten. Kein Wunder also, dass Unternehmen zunehmend auf das Medium Podcast als Werbeplattform setzen. Vor allem während der Corona Krise ist hier eine lukrative Bühne entstanden. Eine kürzlich vom US Podcast-Produzenten Wondery durchgeführte Studie ergab, dass bei einer Schaltung von Podcast-Anzeigen der Vertrauensfaktor des Konsumenten gegenüber einer Marke positiv beeinflusst wird. HörerInnen vertrauen den PodcasterInnen, die die Werbung selbst einsprechen. Bei der Auswahl des geeigneten Podcasts sollten jedoch einige Faktoren berücksichtigt werden:

  • Eignung: Funktionieren Podcasts für die eigene Marke? Hier handelt es sich nicht um Performance-Marketing. Daher können auch keine Messwerte für eine Kampagne erwartet werden. Ebenso sollte überprüft werden, ob die Zielgruppe des Unternehmens überhaupt Podcasts hört.
  • Zieldefinition: Nur wer das Ziel festlegt, kann eine klare Strategie entwickeln. Die Frage ist also: Was ist der Sinn einer solchen Marketingmaßnahme? Geht es um Lead-Generierung, die Steigerung der Brand Awareness oder etwas anderes?
  • Podcast-Auswahl: Oft bedienen Podcasts gewisse Nischen, weshalb die Interessen der HörerInnen relativ einfach zu erkennen sind. Damit sich die Streuverluste möglichst in Grenzen halten, hilft es, nur ein bestimmtes Produkt oder Dienstleistung zu bewerben. Je klarer der Mehrwert für den Hörer / die Hörerin wird, desto besser. Zudem sollte man sich als Unternehmen die Frage stellen, welcher Charakter am besten zu einem passt. Wenn diese Punkte berücksichtigt werden, kann der perfekte Fit gefunden werden.
  • Vertrauen haben: PodcasterInnen wissen, was sie tun und wie sie ihre Zielgruppe erreichen. Aus diesem Grund sollte man ihnen bei der Anzeige so viel Freiraum wie möglich lassen. Solange ersichtlich wird, was das Ziel der Werbemaßnahme ist, reichen als Briefing ein paar Stichpunkte mit den wichtigsten Informationen. Außerdem bietet es sich an, dass die PodcasterInnen das Produkt oder die Dienstleistung im Voraus selbst testen.
  • Zur Handlung auffordern: Bei der Werbung über Podcasts ist es extrem wichtig, Handlungsaufforderungen, „Call-to-Action“ klar und prägnant darzustellen und die entscheidenden Informationen deutlich zu artikulieren. Außerdem können Rabattcodes oder kostenlose e-Paper zusätzlich spannenden Anreiz geben und die HörerInnen zum Kauf bewegen.

 

3. Funktionen beim Instagram Shopping

Instagram

Quelle: https://business.instagram.com/shopping

Seit jeher wird Instagram zur Inspiration des eigenen Styles und Anreiz zum Einkauf neuer Produkte genutzt. Kein Wunder: Die Plattform bietet unzählige Möglichkeiten, Marken, Produkte und Shops zu präsentieren. Wir stellen im Folgenden ein paar Funktionen vor:

Produktmarkierungen helfen Unternehmen dabei, Produkte aus ihrem Sortiment in Stories und Feeds zu markieren. Die UserInnen können sich durch den Klick auf das jeweilige Produkt über Preis, Verfügbarkeit etc. informieren.

Instagram Shopping ist eine in die App integrierte Shopping-Möglichkeit. NutzerInnen können in allen Instagram-Inhalten Produkte entdecken und diese, über eine vom Unternehmen erstellte Landingpage, auch erwerben. In den USA ist der sogenannte Check Out, also der direkte Kauf bereits über Instagram selbst möglich. Hierzulande wird diese spannende Option aber auch nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Mit Hilfe der Collections können Unternehmen ihren Shop konzeptionell anpassen, indem Produkte in übergeordneten Themengruppen gegliedert werden.

Produktseiten zeigen alle relevanten Informationen über das jeweilige Produkt, einschließlich Preis und einer ausführlichen Beschreibung. Hier werden zudem alle Medien angezeigt, auf denen das Produkt auf Instagram markiert wurde. So können sich InteressentInnen über die Anwendung und Nutzung des Produktes informieren.

4. Influencer-Marketing auf TikTok

In Sachen Werbeplattform für Unternehmen, wird neben Podcasts auch TikTok immer attraktiver. Wer hier mit Influencer-Marketing starten möchte, muss sich allerdings zuerst mit den Bestimmungen auf der Plattform auseinandersetzen. Denn einfache Werbung mittels Anzeige wird hier abgestraft und nicht berücksichtigt. Vielmehr erwarten TikTok-NutzerInnen, dass Videos speziell für den Kanal produziert werden. Bei TikTok gilt: Content vor Marke. Eine gute Story sollte in 15 Sekunden erzählt sein, da die Aufmerksamkeitsspanne bei TikTok noch geringer ist als bei anderen sozialen Medien. Der/die NutzerIn sollte deshalb in den ersten Sekunden in den Bann des Protagonisten gezogen werden um die Watch Time entsprechend zu verlängern. Dabei muss nicht auf rein organische Posts zurückgegriffen werden. Dank eines niedrigen TKPs kann die Ausspielung über den AdManager zielgenau an (potenzielle) Kunden erfolgen.

Anmerkung zur Zielgruppe: TikTok wird nicht nur von Teenagern und jungen Erwachsenen genutzt, bei denen sich das Interesse rein auf Lifestyle Marken bezieht. Die Interessengebiete sind hier viel breiter gefasst als bei den neu geschaffenen Instagram Reels, die sich am Vorbild TikTok orientieren.

5. Aktuelle Trends im Influencer-Marketing

1. Inhalte mit Sinn: In den sozialen Medien wird zunehmend auf die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen reagiert. Daher stehen Themen wie Haltung und Moral oft im Vordergrund. InfluencerInnen und Unternehmen, die sich an die „No Bullshit“ Forderung der Audience halten und sich mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen, begeistern FollowerInnen.

2. Live-Content verbindet: Virtuelle Führungen, Auftritte und gemeinsame sportliche Aktivitäten stärken den Kontakt zur Community und machen sie zum Teil eines Gemeinschaftserlebnisses. Live-Streams stehen 2021 weiter im Fokus. Solche Events sollten gut geplant werden. Was jedoch vor allem im Vordergrund steht, ist die Authentizität und Intuition der InfluencerInnen, weshalb bei der Auswahl des richtigen Partners auf diese Substitute besonderer Wert gelegt werden sollte.

3. Virtuelle Einkaufstouren: Viele Kunden vermissen den persönlichen Kontakt beim Shoppen, da aufgrund der aktuellen Lage vielerorts nur online konsumiert werden kann. Mit Influencer-Marketing kann diese Lücke geschlossen werden, da InfluencerInnen die Bedürfnisse und Anforderungen der Zielgruppe genau kennen. So können die Kunden die Kommunikation bezüglich aktueller Produkte und Dienstleistungen anpassen und virtuelles Shopping anbieten – z. B. durch ein Instagram-Live.

 

Wollen Sie alle Vorteile des Social-Media- und Influencer-Marketings für Ihr Unternehmen nutzen, wissen aber nicht wie Sie einsteigen oder weitermachen sollen? Dann sprechen Sie gerne mit unseren Experten. Gerne besprechen wir mit Ihnen während eines kostenlosen Beratungsgespräches über die für Sie sinnvollen Möglichkeiten.

Beste Grüße
Philipp Hagl