Endspurt 2020 und Trends für 2021

Inhaltsübersicht:

  1. Geldgeschenke werden online ausgegeben
  2. Ein bewegter Januar
  3. Aussichten für 2021
  4. Influencer als Marktforscher
  5. Data Driven Influencer-Marketing
  6. Die neuesten Instagram Features
  7. Influencer Marketing für FinTech

Liebe Leserinnen und Leser,

ein turbulentes Jahr neigt sich dem Ende zu. Unzählige Herausforderungen haben dafür gesorgt, dass sich Menschen und Unternehmen weiterentwickelt haben wie in keinem Jahr zuvor. Mit der Welt verändern sich auch Herangehensweisen im Verkauf und im Marketing. Die Digitalisierung trennt schließlich die Spreu vom Weizen, denn: Konsumenten greifen zunehmend auf Online Shopping und Online Dienste zurück:


Quelle: https://de.statista.com/infografik/22198/entwicklung-des-e-commerce-umsatzes-in-deutschland/

E-Commerce Trends setzen sich in Sachen Influencer Marketing fort. Auch, wenn zu Beginn der Pandemie ein Rückschlag in dieser Branche zu verzeichnen war, wächst sie seither wieder. Im neuen Jahr wird weiteres Wachstum erwartet. Eine Influencer Kooperation einzugehen bedeutet jedoch nicht gleich, dass damit auch große Erfolge einhergehen. Es gilt, die Professionalität der Influencer, aber auch des Unternehmens in Frage zu stellen und lediglich Partner auszuwählen, die einen authentischen und qualifizierten Eindruck machen. Entscheidende Parameter sind dabei eine vorgegebene Struktur für die Zusammenarbeit, die Planbarkeit aller Zwischenschritte sowie die Skalierbarkeit des Outputs. Anhand dieser Kriterien lassen sich Amateure von Professionals unterscheiden.

Um Sie rund um das Thema Digitalisierung und Influencer-Marketing fit fürs kommende Jahr zu machen, haben wie Ihnen ein paar aktuelle Insights zusammengestellt:

1. Geldgeschenke werden online ausgegeben

Mehr als in keinem Jahr zuvor werden Geldgeschenke, die unter dem Weihnachtsbaum warten, online ausgegeben. Geschlossene Läden, wenig Flexibilität im stationären Handel und ein wachsendes Online Angebot beflügeln E-Commerce und Onlineangebote nach Weihnachten erneut. Damit auch Ihre Unternehmen davon profitieren und das volle Potenzial ausgeschöpft werden kann, bietet sich eine kurzfristig geplante Influencer Kampagne an. Sie kooperieren bereits mit Influencern? Dann lohnt es sich, laufende Kampagnen noch einmal zu verlängern. Jedoch sollten nach Weihnachten neue Motive ausgewählt werden, da es nach den Feiertagen mehr Sinn ergibt, neutrale, von den Festtagen gelöste Settings zu wählen. Da User über den Content von Influencern direkt in den E-Commerce-Bereich Ihres Unternehmens gelangen, liegt hier viel Potenzial.

2. Ein bewegter Januar

Der alljährliche Sturm auf Fitnesscenter wird im Januar 2021 wohl ausbleiben, nicht jedoch der Wunsch nach Gesundheit und Fitness. Die Chance, Smartwatches, Fitnessprogramme und Ernährungscoachings an den Mann und die Frau zu bringen, steigt also enorm. Um diesem Geschäft einen zusätzlichen Schubser zu geben, bieten sich Influencer-Kooperationen an, um größere Reichweiten anzusprechen und näher an Kunden heranzutreten. Sie vertrauen auf die Meinung ihrer Social-Media-Vorbilder und gewillter Produkte und Dienstleistungen zu kaufen, die ihnen empfohlen werden.

Auch Dauerversorger sollten den Jahreswechsel als Chance nutzen. Versicherungen, Energieversorger und Telekommunikationsanbieter können ebenso auf gutes Influencer-Marketing vertrauen wie viele Unternehmen aus anderen Branchen.

3. Aussichten für 2021

Im kommenden Jahr wird Influencer-Marketing erneut an Relevanz gewinnen. Eine Forsa-Umfrage im Rahmen des best4 Brands Reports 2020 zeigt, dass Influencer Marketing für Experten zu den wichtigsten Trends 2021 gehört. Auch Unternehmen geben an, im kommenden Jahr mehr in diese Marketing Strategie zu investieren. Zwischen 31 und 50 Prozent des Marketingbudgets sollen 2021 laut einer Studie der Berater von Duff & Phelps von FCMG-Unternehmen für Influencer-Marketing ausgeben werden. Demnach werden Influencer eine größere Rolle spielen als je zuvor. Unternehmen brauchen daher ab sofort ganzheitliche Konzepte, die Content Creator und verschiedene eigene Kanäle einschließen.

4. Influencer als Marktforscher

Langjährige Kundentreue zählt zu den wichtigsten Zielen, die Marketing bei Konsumenten auslösen kann. In den letzten Jahren hat diese so genannte Brand Loyalty jedoch in fast allen Bereichen abgenommen. Vom morgendlichen Kaffee bis hin zu Pflegeprodukten oder neuen Sportschuhen – Verbraucher werden immer probierfreudiger. Aber was kann man als Unternehmen dagegen tun? Die Antwort lautet „Customer Centricity“! Wenn es nämlich darum geht, den Umsatz anzukurbeln, heißt es mehr denn je, dass man seine Kunden kennen sollte. Wer sind sie? Was beschäftigt sie im Alltag? Welche anderen Produkte kaufen sie und welche Dienstleistungen nehmen sie in Anspruch? Um all das herauszufinden und im Anschluss nah an (potenzielle) Kunden herantreten zu können, eignen sich Kooperationen mit Influencern. Durch das Vertrauensverhältnis zwischen Community und Influencer entsteht Raum für ehrliches Feedback und Rückfragen von Seiten der Verbraucher. Unternehmen haben so die Chance, spezifische Zielgruppen und deren Einstellung zur eigenen Marke besser zu verstehen und in Zukunft zielgerichteter zu kommunizieren.

5. Data Driven Influencer-Marketing

Beworbene Influencer Beitrage sind nur ein Beispiel dafür, die Technologien und Tools im Influencer-Marketing für sich zu nutzen. Der Software-Markt ist dieses Jahr außerdem weiter gewachsen, vielfältiger und professioneller geworden. Das hat den Ursprung, dass unterschiedliche Prozesse von einer soliden Datenbasis abhängig sind. Die Influencer-Auswahl beispielsweise und die Erfolgsmessung einer Kampagne gehören dazu. Wer anhand öffentlich zugänglicher Daten einen Content Creator auswählen möchte, greift am besten auf eine Fraud-Analyse zurück. Dabei wird dargelegt, ob Influencer starke, unnatürliche Sprünge im Follower-Wachstum aufweisen, oder ob Hinweise auf Bots oder andere Fake-Follower gezogen werden können. Das passiert anhand eine Datenaufschlüsselung, die zeigt, wenn Kommentare und Likes plötzlich angehäuft werden.
Ist erstmal eine Kooperation initiiert, tragen private Kennzahlen der jeweiligen Influencer zur Erfolgsmessung von Kampagnen bei. Dazu zählen einerseits die Nettowerte, wie z. B. die Impressions, Views und die Klick-Anzahl auf einen Link und andererseits Werte wie der Tausend-Kontakt-Preis, der Cost-per-Engangement oder der Cost-per-Click.
Um all diese Herausforderungen im Influencer-Marketing zu meistern, müssen Unternehmen die stetige Veränderung von Plattformen, Formaten und Datenschnittstellen wahrnehmen und in aktuelle Strategien integrieren. Dabei muss Plattform-abhängig nach aktuellen Regelungen und Tools agiert werden. Instagram nutzt beispielsweise andere Werte als TikTok und Tiktok wieder andere als YouTube. Eine gute Software vereint alle Plattformen und schafft die bestmögliche Vergleichbarkeit zwischen ihnen. Dazu muss sie täglich gepflegt und optimiert werden, damit ganzheitliches und langfristig planbares Influencer-Marketing möglich wird und Kampagnen präzise verbessert werden können.

6. Die neuesten Instagram Features

In der Instagram Welt gibt es zwei neue Features, die Influencer-Marketing auf ein neues Level heben: Guides und Branded Content Updates!

Quelle: https://about.instagram.com/de-de/blog/announcements/supporting-well-being-with-instagram-guides
Guides sind eine Art Mini-Blogs, bei denen Nutzer Beiträge, Orte und Produkte zusammenhängend in einem kleinen Artikel veröffentlichen können. In Sachen Influencer-Marketing spielt diese Neuerung eine bedeutende Rolle: Bislang veröffentlichte Beiträge können in einen Gesamtkontext gestellt werden und Usern wird mehr Klarheit und Überblick zu einem bestimmten Thema, einer bestimmten Marke oder einer bestimmten Aktivität gegeben. Außerdem können Produkte direkt in Guides verlinkt werden.

Auch in Sachen Branded Content hat sich einiges getan: Ab sofort können auch Branded Ads veröffentlicht werden, die nicht schon als Beitrag von Influencern geteilst wurden – sofern sie dem zustimmen. Außerdem wird ein Branded Content Tag für Reels eingeführt und für Live-Formate getestet.

7. Influencer Marketing für FinTech

Viele Jahre hat die Finanzbranche auf Kooperationen mit Influencern verzichtet. Das hat sich 2020 geändert: Das Fintech Step beispielsweise konnte 100-Millionen-TikTok-Abonnenten- und 34-Millionen-Instagram-Abonnenten-schwere Influencerin D’Amelio von sich überzeugen. Seither profitiert das Unternehmen enorm. Aus 4.000 Likes wurden 3,2 Millionen! Nach wie vor gilt in Sachen Influencer-Marketing jedoch: Es sollten nur dann Kooperationen eingegangen werden, wenn der Content Creator zum Unternehmen passt und authentisch kommuniziert wird. Dafür können vorab Kriterien entwickelt werden, anhand derer Kooperationen eingegangen werden.

Befinden Sie sich auf der Zielgeraden des Jahres, benötigen aber noch das passende Influencer-Marketing-Konzept für den Jahreswechsel? Dann melden Sie sich gerne für ein kostenloses Beratungsgespräch an!

Beste Grüße
Philipp Hagl